Und wieder einmal waren Häusle-Bauer mit viel Geschick und Herz bei der Arbeit: Die Drittklässler stellten ihre Ergebnisse der diesjährigen Hausbau-Epoche vor

Bei strahlendem Sonnenschein hatten die Drittklässler von Klassenlehrerin Grit van Aalst ins Rondell auf dem Schulhof geladen: Auf den drei breiten Stufen,
eingerahmt von blühenden Rosenbüschen, hatten die jungen Architektinnen und Architekten ihre selbst entworfenen und gebauten Häuser ausgestellt. Rund vier Wochen lang waren sie fleißig gewesen, hatten zunächst Ideen zu Papier gebracht und Material gesammelt, schließlich dann gesägt, gehämmert, geklebt, mit Ton geformt oder gemauert. Und was die Klassen 1 bis 8 da im Laufe des Morgens bei ihrem Besuch im Rondell präsentiert bekamen, konnte sich sehen lassen: Es gab „klassische“ Häuser mit Satteldächern, mit und ohne Fachwerk, vielfach als „Öko-Häuser“ den heutigen Anforderungen gemäß „nachhaltig“ aus Naturmaterialien gefertigt und mit grünen Dächern aus Moos oder Kresse, daneben Baumhäuser in unterschiedlichsten Ausführungen – teils in (Drittklässler-) Lebensgröße – und mit oft schwindelerregenden Treppenkonstruktionen. Aber auch über zwei Zirkus- bzw. Schäferwagen, eine afrikanische Rundhütte, Nur-Dach-Bauten mit Begrünung, eine Ritterburg mit funktionierender Zugbrücke und eine Salzteig-Höhle durfte sich so manches Püppchen freuen, das so zu einem neuen Zuhause gekommen ist. Alle Eigenheime waren dabei durchweg liebevoll dekoriert: Hängebrücken waren gestrickt oder geknüpft worden, Gardinen genäht, Lichterketten als festliche Beleuchtung verlegt, die umliegenden Gärten gehegt und gepflegt, bei so manchem Baumeister mit Tieren bevölkert, Kieswege waren angelegt, Stege oder Hollywoodschaukeln gebaut worden. Und bei manch einem Objekt verbarg sich darüber hinaus auch im Innern viel in Kleinarbeit gebasteltes oder passend ausgesuchtes Interieur im Miniformat: So überraschte ein Bauernhaus im Fachwerkstil beispielsweise mit einer gemütlichen Wohnstube inklusive einer Miniaturgeige für die Hausmusik, eine scheinbar steinerne Felshöhle als Feenbehausung gab – einmal geöffnet – den Blick frei auf die Bibliothek der wohl sehr belesenen Bewohnerin…..
Bedingt durch die in diesem Schuljahr großen Einschränkungen durch die Schulpolitik in der Coronasituation waren die jungen Handwerkerinnen und Handwerker gezwungen, komplett zuhause an ihrem Werk zu arbeiten, in der Klasse berichteten sie aber regelmäßig von ihrem Arbeitsfortschritt, suchten bei Problemen gemeinsam nach Lösungen und übten dabei auch gleich den freien Vortrag vor der Klasse. Und bei der heutigen Präsentation stand allen Drittklässlern der Stolz ins Gesicht geschrieben, ihr Projekt so gut verwirklicht zu haben.
Es hat Spaß gemacht, eure vielen verschiedenen Werke anzuschauen… toll gemacht, ihr Häusle-Bauer!

Stephanie Möller (Text & Fotos)

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