FAQ-Liste der Rudolf Steiner Schule Witten zu Corona

Warum beginnt die Beschulung mit der 1. und 3. Klasse und nicht mit der 4. Klasse?

Unsere 4. Klasse stellt anders als bei den öffentlichen Schulen keine Übergangsklasse dar. Von daher brauchen wir die Schüler und Schüler*innen der 4. Klasse nicht auf die weiterführenden Schulen vorzubereiten, was das ausschlaggebende Argument für die Entscheidung der Länder war, die vierten Klassen als erstes wieder zu beschulen. Wir beginnen mit der Beschulung von unseren jüngeren Kindern, da diese am allermeisten für gelingende Lern- und Entwicklungsprozesse auf den direkten Kontakt mit ihren Lehrer*innen angewiesen sind.

Sind alle Kinder schulpflichtig?

Ja, alle Kinder haben einen Anspruch auf gleich viel Unterricht und sind umgekehrt auch aufgefordert, die Unterrichtsangebote wahrzunehmen. Sollte ein Kind den Unterricht nicht besuchen können, kann es sich durch eine schriftliche Begründung ( Attest ) davon befreien lassen.

Hat die Schule einen Hygieneplan? Und wenn ja, wo ist er zu finden?

Ja, die Schule hat einen Hygieneplan. Der Hygieneplan ist >> HIER als PDF abrufbar. Der Plan wurde von einem eigens dafür ins Leben gerufenen Arbeitskreis „Hygiene“ erarbeitet. Dem Arbeitskreis gehören an: Dr. Gerhard Wettschereck (Betriebsarzt), Dr. Roswitha Rodewig (Schulärztin), Sinja Pinkert (Schulärztin), Thomas Lüning (Sicherheitsfachkraft), Holger Ricksgers (Lehrer), Jonas Bracht (Lehrer), Christa Klimek (Geschäftsführung) und Ekkehard Zaib (Hausmeister). Der Arbeitskreis berät die Schule fortlaufend in allen aktuellen Hygiene-Fragen.

Hat die Schule im Schichtbetrieb Unterricht?

Nein, hat sie nicht. „Schichtbetrieb“ meint im aktuellen Zusammenhang, dass mehrere unterschiedliche Lerngruppen an einem Tag hintereinander denselben Raum benutzen. Wir achten darauf, dass jeder Raum nur von einer Lerngruppe an einem Tag genutzt wird. Unterricht findet nachmittags also gar nicht statt; nur die OGS-Kinder sind nachmittags in ihren angestammten Räumen.

Werden die Handarbeitsräume desinfiziert?

Nein, die Handarbeitsräume werden nicht desinfiziert. Die Handarbeitsräume werden wie alle anderen Räume der Schule täglich gereinigt. Wir folgen damit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (Stand 04.04.2020): „Eine routinemäßige Desinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird in der jetzigen COVID-Pandemie nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl.“

Stören sich die Klassen nicht gegenseitig, wenn die Türen und Fenster offen gelassen werden?

Da fast alle unsere Klassen Belüftungsanlagen besitzen, können die Fenster geschlossen bleiben. Ebenso bleiben die Türen während der Unterrichtszeiten geschlossen und werden bei Bedarf nur von der/dem Lehrer*in geöffnet, so dass kein Kind mit den Klinken in Berührung kommt.

Wie funktioniert Handarbeitsunterricht bei 1,5 m Abstand?

Jedes Kind sitzt mit seiner bereits angefangenen Arbeit an seinem Platz. Neue Techniken werden nicht vermittelt. Sofern ein Kind Hilfe benötigt, bringt es seine Arbeit an einen dafür ausgewiesenen Platz. Dort wird er von der Lehrerin genommen und repariert. Da unsere Klassen alle ein Waschbecken besitzen, können sich die Lehrerinnen jedes Mal anschließend gleich die Hände waschen, ohne den Raum verlassen zu müssen.

Wie passen 18 Kinder in einen Klassenraum?

In unseren größeren Klassen gibt es mindestens ein, zumeist sogar zwei Geschwisterpaare (Zwillinge) oder Kinder, die in geschwisterlich ähnlicher Weise zu Hause miteinander Umgang haben, und von daher auch nebeneinander sitzen dürfen. So können wir die Mindestabstandsregeln gut einhalten.

Gibt es an den Waschbecken genug Platz für alle Kinder, um sich die Hände zu waschen?

Gleichzeitig klappt dies nicht, aber die Kinder können sich nacheinander die Hände waschen. Die Lehrer*inne achten darauf, dass dafür genug Zeit eingeräumt wird und dies in Ruhe passieren kann.

Wie macht man Sportunterricht bei 1,5 m Abstand?

Im Moment verzichten wir auf regulären Sportunterricht. Dennoch versuchen wir, dem natürlichen Bewegungsdrang unserer Kinder nachzukommen und betreiben mit ihnen die
vom Ministerium empfohlenen Übungen und Spiele. Nähere Informationen gibt es unter www.schulsport-NRW.de .

Wie ist das mit dem Umkleiden für den Sport- und Eurythmie-Unterricht geregelt?

Sobald wir wieder Sport- und Eurythmie- Unterricht anbieten, werden wir folgendermaßen vorgehen: Erst einmal verzichten wir ganz auf das Umkleiden, Bewegung ist ja auch in Alltagskleidung möglich. Sollte jedoch Sport-/Eurythmiekleidung einmal zwingend erforderlich sein, ziehen sich unsere Kinder an ihren Plätzen in der Klasse um, gehen dann in den Sport-/Eurythmie-Unterricht und ziehen sich anschließend wieder in der Klasse um.

Gibt es Aufsichten auf den Fluren, um den „Verkehr“ zu regeln?

Ja, es gibt Aufsichten. Die unterrichtenden Lehrer*innen begleiten die Schüler*innen bis zum Hauseingang und greifen ggf. regelnd ein. Während der Pausen liegt diese Aufgabe bei den Pausenaufsichten.
Ansonsten gelten auf den Fluren die folgenden „Verkehrsregeln“: „Die Menschen, die die Klasse oder das Gebäude verlassen, haben grundsätzlich „Vorfahrt“. Sie verlassen das Haus einzeln und mit Abstand. Diejenigen, die die Klasse oder das Haus betreten, warten solange, bis die Klasse oder das Haus ebenfalls einzelnen und mit Abstand zu betreten sind“ (Hygieneplan C. 2).

Wie ist das mit dem Einsatz von Mund-Nasen-Schutzen?

Alle Schüler*innen und Betriebsangehörige sind verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz bei sich zu haben. (Für die „Vergesslichen“ liegen im Schulbüro Masken bereit.) Für das Tragen von Mund-Nasen-Schutze gilt allerdings eine differenzierte Regelung: Schüler*innen der Oberstufe sind grundsätzlich gehalten, in den Eingangsbereichen und Fluren einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Im Unterricht ist das bei Wahrung des Mindestabstandes nicht erforderlich. In der Unterstufe bekommen alle Kinder von der Schule einen sogenannten „Loop“ kostenlos gestellt. Das ist eine Art Schal, den die Kinder immer tragen sollen und sich bei Bedarf oder nach Aufforderung jederzeit über Mund und Nase ziehen können. Für die Mittelstufe, die noch nicht in der Schule sind, wird es eine altersgerechte Mischung aus beiden Varianten geben.

Warum hat die Schulküche geöffnet?

Die Schulküche gilt nach SARS-Infektionsschutzgesetz § 9 vom 30.03.2020 als „nicht öffentlich zugängliche Betriebskantine“. Dies wurde auch mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis abgestimmt und durch den EN-Krisenstab bestätigt. In der Verordnung heißt es: „Nicht öffentlich zugängliche Betriebskantinen dürfen zur Versorgung der Beschäftigten betrieben werden, wenn die erforderlichen Vorkehrungen für die Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlagen, zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,5
Metern gewährleistet ist“. Der Speisesaal ist jetzt so ausgestattet, dass alle Voraussetzungen erfüllt werden. Für die Essensversorgung gilt ebenfalls eine differenzierte Regelung: Die Kinder der OGS haben jetzt ihren fest zugeordneten Raum in Haus 1. Dorthin wird das Mittagessen geliefert und die Kinder nehmen ihr Mittagessen auf ihrem Platz ein. Die Schüler*innen der Oberstufe essen bei Einhaltung von Hygiene und Abstand im Speisesaal. Für die Schüler*innen der Mittelstufe, die noch nicht in der Schule sind, wird es eine altersgerechte Mischung aus beiden Varianten geben. Eltern werden unter den gegebenen Bedingungen allerdings nicht in der Schulküche ver-sorgt. (Take away ist nach Vorbestellung allerdings nach wie vor möglich, 2302-28183-16.)

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