„Multikulti-Miteinander“ bei großem Sommerfest: Rudolf Steiner-Schule Witten-Heven lud zum 5. „Fest der Kulturen“


Am vergangenen Wochenende standen in Heven wieder alle Zeichen auf interkultureller Begegnung, und zwar beim gemeinsamen Feiern:
Bereits zum 5. Mal richtete die dort ansässige Waldorf-Schule Witten gemeinsam mit dem angrenzenden Kindergarten und Familienzentrum ihr „Fest der Kulturen“ aus und machte den Schulhof dabei zum Ort der internationalen Begegnung und des gemeinsamen Miteinanders. Wie wichtig ein solch gelebtes friedliches Miteinander aller Kulturen in heutiger Zeit ist, betonte auch Bürgermeisterin Sonja Leidemann und sprach in ihren Grußworten zur Eröffnung des Festtages auch die vielfältigen Aufgaben u.a. zur Integration von Flüchtlingskindern an, die das ihr unterstellte Jugendamt der Stadt leistet. Ein solches „Fest der Kulturen“ sei ebenfalls ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem respektvollen, gemeinsamen Alltag, in dem Integration täglich neu gelebt wird.


Und so konnten die zahlreichen Besucher an verschiedenen Stationen auf dem Schulhof „eine kleine Weltreise“ machen.: Wer ein „Tattoo auf Zeit“ nicht scheute, konnte sich seine Hände beispielsweise mit Hennamalereien wie aus tausendundeiner Nacht verschönern lassen, und wer Interesse an Schriften aus fernen Ländern hatte, durfte verschiedene Schriftarten unter fachkundiger Anleitung selbst zu Papier bringen. Höhepunkt war die 18-köpfige griechische Tanzgruppe des „Pontiser Kulturvereins Herten“, die bei ihrem Gastauftritt in traditionellen, kunstvoll genähten Trachten zu Trommelschlägen und Klängen ihrer Zupfinstrumente Volkstänze aus ihrer Heimat vorführte. Im Anschluss an die Darbietung konnten sich die Zuschauer dann einfach unterhaken und ausgelassen mittanzen.

Generell war „Kennenlernen durch Mitmachen“ das Motto: Im Rondell wurden afrikanische Trommel-Workshops angeboten, die viele kleine und große Percussion-Fans anlockten. Daneben konnten Sängerinnen und Sänger zu Akkordeon- und Trommelbegleitung gemeinsam Lieder aus vielerlei Ländern singen. Und für den kleinen Hunger zwischendurch lud ein großes Buffet mit internationalen Speisen aus aller Herren Länder ein, das die Eltern aller Klassen zusammengetragen hatten und das durch vielerlei Kräuter und teils exotische Zutaten einen wunderbaren Duft verströmte. So konnten es sich alle bei südamerikanischen Gitarrenklängen schmecken lassen. Und die Kinder nahmen nach der kulinarischen Stärkung wieder umso emsiger an den vielfältigen Bastelangeboten oder den Mitmach-Aktionen der „Circus Academy“ teil, die der Schule angegliedert ist. Insgesamt war dies 5. „Fest der Kulturen“ – dank der Zusammenarbeit Vieler aus den unterschiedlichsten Ländern – so für alle ein erlebnisreicher und lohnender bunter Tag.

Stephanie Möller

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