Klasse 5 führt Eurythmiemärchen „Der Krautesel“ auf

Am vergangenen Wochenende brachte die 5. Klasse das Grimm‘sche Märchen „Der Krautesel“ auf die Bühne. Einstudiert hatten die Schülerinnen und Schüler das Stück gemeinsam mit ihrer Eurythmielehrerin Judith Junker, die sich mit ihrer Kollegin Silvia Burkhardt für die Kostüme überdies an die Nähmaschine gesetzt hatte, und ihrem Klassenlehrer René Bechtold. Unterstützt wurde die Klasse bei ihren Aufführungen gewohnt zuverlässig und souverän von Nina Aristova am Klavier sowie einigen Eltern, die sich um die Kostümankleide, Frisuren und Maske liebevoll kümmerten.

Statt Textpassagen zu büffeln mussten sich die Schülerinnen und Schüler dieses Mal die Eurythmieschritte einprägen, während sich ihr Klassenlehrer als Märchenerzähler betätigte.
Die Geschichte um einen jungen Jägersmann, der um seiner Rechtschaffenheit und seines guten Herzens Willen einen Zaubermantel erwirbt sowie das Geschenk, an jedem Morgen ein Goldstück unter seinem Kopfkissen zu finden, soll den Glauben daran bestärken, dass „das Gute“ zu guter letzt stets obsiegt – welche Widerstände es auch immer zu überwinden gilt. Und so können auch die habgierige Hexe und ihre schöne Tochter, die dem Jäger seine Gaben mit Hilfe von Magie stehlen und ihn danach in der Fremde zurücklassen, am Ende nichts gegen den braven Jüngling ausrichten. Drei Riesen (mit wunderbaren, bärtigen Pappmaché-Schwellköpfen) helfen ihm weiter, sodass er schließlich ein Zauberkraut findet, nach dessen Genuss sich derjenige in einen Esel verwandelt. Der Jäger macht sich daraufhin auf die Suche nach der Hexe und deren Tochter und findet sie auch. Mit einer List bringt er die Alte und ihre willfährige Gehilfin dazu, von dem Kraut zu essen, worauf diese sich beide augenblicklich in ein Langohr verwandeln. Der Jäger bringt die Esel daraufhin zu einem Müller, damit die harte Arbeit in der Mühle ihre gerechte Strafe sei. Nach dem Tod der alten Hexe und nachdem deren Tochter ihr Handeln aufrichtig bereut, vergibt der Jäger dieser jedoch und einem märchenhaften Happy End mit Hochzeitsglocken steht nichts mehr im Wege: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Stephanie Möller

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