Die Kumpanei der Hirten zog auch heuer zur Krippe: Das Christgeburtsspiel stimmte ein auf ein besinnliches Weihnachtsfest

Fotos: S.Möller

Kurz vor Beginn der bei so Manchem sehnlich erwarteten Weihnachtsferien sorgte auch in diesem Jahr das traditionelle Oberuferer Christgeburtsspiel wieder für eine stimmungsvolle Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage. Den Corona-Schutzbestimmungen geschuldet konnten – anders als in den Vorjahren – leider nur die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 als Publikum im Saal die mühevolle Reise Marias und Josefs nach Bethlehem und hernach den Zug der Hirten zum Geburtsort Jesu mitverfolgen. Dafür hatte aufs Neue ein Teil des Lehrerkollegiums während der letzten Wochen fleißig geprobt, die überlieferten Texte für das junge Publikum einstudiert und immer fest die Daumen gehalten, dass das Christgeburtsspiel nicht doch noch dem anschwellenden Pandemiegeschehen zum Opfer fiele. Voller Eifer unterstützt wurden sie durch Schüler der Unter- und Mittelstufe, die als Chor der Engel das engagierte Spiel ihrer Lehrer mit hellen Stimmen begleiteten, und den Klängen der Altflöten und des Cellos, die wiederum ein weiterer Teil des Kollegiums ihren Instrumenten entlockte.

Schon der singende Einzug der ganzen Kumpanei inklusive der Engelsschar in weiß-goldenen Gewändern und dem Weihnachtsstern an seinen „Hölzerlein“ nahm die Schülerinnen und Schüler sinnbildlich mit auf die Reise zum Geburtsort Jesu bis an dessen Krippe. Zwar waren die mundartlichen Reden und Gesänge der Darsteller für das junge Publikum auch eine Herausforderung, doch wer sich nach einigen Minuten eingehört hatte, konnte die Geburt Jesu und dessen Anbetung durch die rechtschaffenen Hirten vor allem durch die klare, reduzierte Darstellung des Spiels in eindrucksvollen Bildern intensiv miterleben. Und so litten die Schülerinnen und Schüler mit Maria und Josef, die auf ihrer Suche nach einer Herberge in Bethlehem von den Wirten ein ums andere Mal derb abgewiesen wurden, und sie freuten sich mit ihnen über die Geburt des Gottessohnes im Stall, stimmungsvoll umrahmt von den zahlreichen Himmelboten mit ihrem Lobgesang. Vor allem das Spiel der untereinander scherzenden Hirten entlockten den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern – Mundart hin oder her – dann im Verlauf des Stückes auch so manchen vergnügten Lacher, wenn zum Beispiel Witok feststellte, dass „es Glatteis hat“ oder Gallus und Stichl sich wie eh und je gegenseitig die Handschuhe stibitzten….

Schön, dass dieses liebevoll aufgeführte Weihnachtsspiel auch in diesem Jahr die Vorfreude auf den Weihnachtsabend vermehren konnte. Es war in jedem Fall eine wunderbar gelungene Einstimmung auf das bevorstehende Fest. Vielen Dank dafür!

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest

Stephanie Möller

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