Das Martinsfest in Pandemie-Tagen: „Abends, wenn es dunkel wird,…“

… geh‘n wir mit Laternen raus, in den Garten hinter‘m Haus.“ – Nein, der heimische Garten musste es trotz der Corona-Beschränkungen dann doch nicht sein, vielmehr der weitläufige Schulhof, auf dem sich die Klassen 1 bis 4 in der vergangenen Woche zu einem Sankt Martinsfest der anderen Art zusammengefunden haben. Zwar befinden wir uns alle mitten im verordneten „Lockdown light“, doch trotz der Einschränkungen durch das Coronavirus und der dadurch ausgefallenen traditionellen Wanderung zur Burgruine Hardenstein war es dennoch kein „Sankt Martin light“.

Dank eines ausgeklügelten Sicherheitskonzeptes und viel Flexibilität bei den planenden Lehrern war es möglich, mit den Unterstufenschülerinnen und -schülern dennoch ein sehr atmosphärisches Fest zu feiern: Von verschiedenen Sammelpunkten aus zogen die Schülerinnen und Schüler mit ihren selbstgebastelten Laternen klassenweise zu ihrem jeweiligen Stehplatz, vorbei an dem Orchester, das bei Fackelschein die Martinslieder zum vielstimmigen Gesang spielte.

In der Mitte des Schulhofes flackerte und knisterte derweil das Martinsfeuer, um das sich der orange, rote und gelbe Schein der Laternen und der zuckenden Fackeln reihte. Der Feuerschein spielte auf den Gesichtern von Klein und Groß, die gemeinsam feierlich Lichter und Gesang genossen.
Einziger Wermutstropfen: Die Eltern und Geschwister konnten die Feier in diesem Jahr wegen des gebotenen Abstandes nicht miterleben. Zum Trost haben viele von ihnen dafür – ganz im Geiste des Heiligen – auf dem Heimweg von ihren Kindern ein halbes Martinshörnchen geschenkt bekommen. Gerade in dieser Zeit, die uns allen viel abverlangt, hat es gut getan, dass unsere Kinder dieses Fest der Anteilnahme auf diese Weise begehen durften! Vielen Dank an alle Organisatoren.

S. Möller

Fotos: S.Möller

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