Das Forstpraktikum: Bäume fällen, Klettern und mehr…

Bevor wir, die 7. Klasse, am vergangenen Montag ins Forstpraktikum fuhren, gaben wir tags zuvor unser Gepäck an der Schule ab, sodass wir bei der Hinfahrt nur einen Rucksack mit Essen und Trinken dabei hatten.
Am Montag liefen dann ein paar von uns von der Schule aus zum Wittenern Hbf, während der Rest der Klasse schon dort wartete. Von dort fuhren wir alle gemeinsam mit dem Zug zum Hagener Hbf, um dort in einen Bus umzusteigen, der uns ein paar Kilometer entfernt von der Epscheider Mühle absetzte. So liefen wir das letzte Stück.
Als wir an der Epscheider Mühle ankamen, bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Danach hatten wir Freizeit bis zum Mittagessen um halb eins.
Nach dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang, bei dem wir die Umgebung besser kennenlernten. Abendessen gab es dann um halb sieben. Die Zeit dazwischen nutzen wir für unterschiedliche Projekte. Um halb neun waren wir alle auf unseren Zimmern. Die nächsten Tage verliefen ungefähr gleich, aber zwischen den Essenszeiten hatten wir unterschiedliche Aufgaben, wie zum Beispiel Gelee aus Springkraut zu kochen, Harzsalbe herzustellen, Tonperlen zu brennen, „Kunst in der Natur“ zu gestalten oder eine große Kugelbahn im Wald aus Naturmaterialien zu bauen.
Auch das eigentliche Arbeiten im Forst wie beispielsweise das Baumfällen war sehr toll. Zwar handelte es sich nur um kleine Bäume, die gerodet werden mussten, die Arbeit brachte aber Spaß und war sehr anstrengend. Als erstes wurden die Bäume von je zwei Leuten gefällt. Dann entasteten alle den Stamm mit Astscheren oder Sägen. Anschließend brachten zwei Schüler den Baum hinunter ins Tal, was vor allen Dingen beim anschließenden Hochlaufen ziemlich anstrengend war, weil das Roden auf einem Hang des Tales stattfand.
Am selben Hang, nur ungefähr zwanzig Meter weiter, fand auch das Baumklettern statt. Herr Bracht und Ulli von der Mühle hatten drei Stationen aufgebaut: bei der ersten waren zwei Schlaufen mit Hilfe von Knoten an einem herunterhängenden Seil befestigt. Man musste sich mit dem Fuß in die untere stellen und mit dem Gurt in die obere hängen. Dann verlagerte man sein Gewicht auf das Bein, schob die obere Schlaufe höher, hängte sich in den Gurt und schob die untere der oberen nach.
Das ging dann immer wieder von vorne los, bis man oben ankam. Wenn man wieder runter wollte, folgte man dem gleichen Prinzip, nur anders herum: Dasein zuerst und dann den Gurt.
Bei der zweiten Station kletterte man den Baum wie in der Kletterhalle hoch, also mit jemandem, der von unten sicherte. Bei der dritten Station sicherte niemand, man musste sich aus eigener Kraft am Seil hochziehen und gleichzeitig mit den Beinen nach oben drücken. Das Klettern war witzig und erfahrungsreich, verbrauchte aber viel Kraft. Es war aber ein tolles Erlebnis!
Die Abreise zum Ende unseres Forstpraktikums erfolgte am Freitag nach dem Frühstück. Wir kamen auf dem gleichen Weg zurück, mit Zug und Bus, nur anders herum.
Die gesamte Fahrt war sehr schön und abwechslungsreich mit vielen witzigen Momenten.

Lilith

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