„Who let the dogs out…?“ –
Nicht nur die Hunde, auch Hunderte Narren waren los…!
Bei der diesjährigen Monatsfeier am Faschingssamstag tummelten sich wieder zahlreiche bunt kostümierte Karnevalsfreunde zum gemeinsamen ausgelassenen Feiern in unserem rappelvollen Schulsaal. Die Lehrerschaft hatte – nach guter Tradition – gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 1-11 ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das zugleich einen Einblick in den Unterricht des letzten Halbjahres gab.
Dabei begann die Karnevalsfeier zunächst klassisch mit dem Auftritt eines farbenfrohen Clowns, der das Publikum mit seiner Büttenrede herzlich willkommen hieß, gemeinsam mit einem quietschfidelen Tanzmariechen, das den sprichwörtlichen Funken guter Laune direkt überspringen ließ.
Doch bevor die fröhliche Party noch richtig durchstarten konnte, ging plötzlich gar nichts mehr: Der ganze Saal lag im Dunkeln! Nach hastiger Beratung der Lehrer war klar: Da hatte sich wohl die Hauptsicherung verabschiedet…! Aber Abhilfe war schnell gefunden – und zwar in Person sportlicher Lehrer, glücklicherweise schon in schicken Trainingsanzügen „verpackt“: Die hilfsbereiten Lehrer strampelten sich kurzerhand auf dem frisch verkabelten Heimtrainer mit vollem Körpereinsatz ab, um so für Strom und Bühnenbeleuchtung zu sorgen!
Und so wurden Klein und Groß dann doch noch mit Highlights aus dem Unterricht unterhalten: Das große Trommel- und Percussionorchester beispielsweise vermochte mit seinen energiegeladenen afrikanischen Rhythmen sein Publikum mitzureißen; Unter-, Mittel- und Oberstufenchor erfreuten die Zuhörer virtuos mit beliebten Musikstücken, ebenso wie das Streichorchester der Oberstufe. Die Mittelstufenschülerinnen und -schüler des Gitarrenorchesters präsentierten ihre rockigen Stücke gemeinsam mit zwei Sängerinnen, die stimmlich sehr gut harmonierten.
Darüber hinaus wurden auf der Bühne von einigen Klassen bzw. Fachkursen Gedichte und Sprüche rezitiert, auch gern einmal in Englisch, Spanisch oder Französisch. Dann wieder wirbelten Schülerinnen und Schüler in pastellfarbenen, hauchdünnen Gewändern mit ebensolchen Tüchern nach unsichtbarem Plan durcheinander und zeigten gekonnt Stücke aus ihrem Eurythmieunterricht.
Doch im Verlauf des bunten Programms auf der Bühne konnte auch die fleißige „Körperertüchtigung“ der Lehrer auf dem Heimtrainer nicht verhindern, dass die Lage sich hinter den Kulissen immer mehr zuspitzte: Zusätzlich zum fehlenden Strom schien auch noch der Schulkeller voll Wasser zu laufen! Da war selbst Klempner „Super Mario“ ratlos…. Wie gut, dass Froschmann-Kostüm und Rettungsweste schnell zur Hand waren, sodass das muntere Faschingstreiben auf der Bühne weitergehen konnte.
Dabei waren zahlreiche liebevoll geschneiderte und gebastelte Kostüme zu bewundern; wilde Tiere wie zum Beispiel Löwen, Giraffen und Zebras bevölkerten ebenso das Parkett wie Burgfräulein und Rittersleut‘, dazu reihten sich junge Schornsteinfeger, Zimmermänner, Bäckerinnen, Gärtnerinnen, Schäfer und viele mehr in den Reigen der fleißigen Handwerksleut’ ein.
Die Lehrer ihrerseits waren derweil weiterhin auf der ebenso verzweifelten wie lange erfolglosen Suche nach einem kompetentem Handwerker, der Abhilfe in der Misere schaffen und die ständig auf ihrem Trimmrad strampelnden Sportler von ihrem aufopferungsvollen, aber nicht ganz freiwilligen Workout befreien könnte….
Kein Weg war ihnen dabei zu mühevoll oder zu weit – schließlich gab es da ja noch einen Schlittenhund-„Shuttleservice“ der besonderen Art! – Da wurde ganz schnell auch die Frage beantwortet: „Who let the dogs out?!“
Nachdem unser Hausmeister dann aber endlich gefunden war, konnte dieser das „Problem“ mit ausgefallenem Strom und überflutetem Keller im Handumdrehen lösen – zum Glück ganz ohne nasse Füße… Denn: Na klar, es war alles nur Narretei!
Und so konnten sich alle Schülerinnen und Schüler am Schluss der Karnevalsfeier natürlich wieder über die obligatorischen Kamelle freuen, die ihre Lehrerinnen und Lehrer reichlich auf das begeisterte Publikum niederregnen ließen.
Vielen Dank allen Beteiligten für diese abwechslungsreiche, oft herrlich selbstironische närrische Faschingssession, es hat uns sehr viel Spaß gemacht!
Helau und Alaaf!
Stephanie Möller
