Viel Aufregung in der Götterwelt - 4. Klasse führt Stück aus nordischer Liedersammlung „Edda“ auf

Die Entführung von Thors mächtigem Hammer Mjölnir durch den Riesen Thrym sorgt für viel Aufruhr in der Götterwelt der nordischen Mythologie: Thrym fordert frech die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit, Freya, im Austausch gegen den Hammer zur Braut, doch diese ist empört und weigert sich vehement. Da bedient sich Thor einer List, um seines Hammers wieder habhaft zu werden: Er selbst verkleidet sich als Freya und reist als Braut zum Riesen und seiner ungeheuren Hochzeitsgesellschaft. Dort hält er sich nicht zurück, sondern vertilgt vielmehr – sehr zur freudigen Überraschung Thryms – bei der Hochzeitsfeier riesige Mengen an  Essen. Als er schließlich seinen Hammer Mjölnir als Brautgeschenk von Thrym überreicht bekommt, erschlägt er damit den Riesen mitsamt der anwesenden Hochzeitsgesellschaft. 

Dieses Lied aus der „Edda“, der ältesten nordischen Mythologien-Sammlung, hat die 4. Klasse mit Klassenlehrer René Bechtold am vergangenen Freitag auf die Bühne im Foyer gebracht. Dabei tummelten sich dort Asen und Wanen, Götter und Riesen, Krieger und Ungeheuer, eben allerlei mythische Gestalten aus den uralten Liedern in kraftvollen, archaischen Kostümen. Das Stück brauchte nur seine eifrigen Darstellerinnen und Darsteller mitsamt einer Handvoll Requisiten, den Szenenwechsel kündigte dabei jeweils ein Trompetensignal an, das Bühnenbild blieb reduziert auf einen schwarzen Hintergrund, vor dem sich Frevel, List, Freundschaft, Triumph und Rache dem Publikum offenbarten. Dabei waren manche Ansprachen oder Monologe noch etwas schüchtern leise, immer war aber die Spielfreude der jungen Darstellerinnen und Darsteller trotz der schwierigen Texte spürbar, sodass das Publikum den Ausflug in die nordische Mythologie genießen konnte.

 

Stephanie Möller (Text und Fotos)