Eine Ausstellung der Arbeiten im Foyer am Vormittag, bis nachmittags individuelle Vorträge am Rednerpult und am Abend schließlich eine gemeinsame Bühnenpräsentation als krönenden Abschluss… – Einen ganzen Tag lang war die 12. Klasse am vergangenen Donnerstag, 2. Juli 2026, damit beschäftigt, unserer Schulgemeinschaft die Ergebnisse ihrer jeweiligen Projektarbeiten aus dem letzten halben Jahr vorzustellen. Und die konnten sich wahrlich sehen lassen! Das Publikum durfte sich wieder über eine große thematische Bandbreite und viele gelungene Projekte freuen, bei deren Umsetzung so manche Schülerin und so mancher Schüler auch persönlich gewachsen ist. Immer wieder galt es auch Probleme zu umschiffen und Lösungen zu finden: Ob es nun darum ging, einen Tanzpartner auf dem genau passenden Niveau für kubanische Salsa-Rhythmen zu finden oder einen Gesprächspartner für einen Podcast aufzutreiben, der nach einer Sportverletzung über seine teilweise auch traumatischen Erfahrungen zu sprechen bereit war, oder auch „nur“ das Thema „Leistungssport“ auf bestimmte sporttheoretische Bereiche „herunterzubrechen“ und auf diese Weise sinnvoll einzugrenzen… – So manche Jahresarbeit hielt schon im Vorfeld einige Hürden bereit, noch bevor die Schülerinnen und Schüler richtig mit ihrem Projekt beginnen konnten. Umso stolzer durften alle Zwölftklässlerinnen und -klässler am Präsentationstag sein, ihre eigene Jahresarbeit erfolgreich abgeschlossen zu haben. 

Da gab es beispielsweise von zahlreichen sportlichen Erfolgen zu berichten: 

Ein Schüler hatte für einen Triathlon in der Königsklasse, der Langdistanz, trainiert und diesen dann auch erfolgreich absolvieren können; er war 3,8 km geschwommen, hatte dann beachtliche 180 km auf dem Rad zurückgelegt und war anschließend noch eine Marathondistanz von 42,2 km gelaufen! Eine Schülerin, die seit vielen Jahren Kanupolo als Leistungssport betreibt, hatte sich sportheoretisch und praktisch mit ihrer Sportart auseinandergesetzt: Anhand individuell ausgearbeiteter Trainingspläne strebte sie eine signifikante Verbesserung in einzelnen Übungen zur allgemeinen Athletik sowie zum sportartspezifischen Training an wie zum Beispiel bei Klimmzügen, Bankziehen und Bankdrücken oder der Geschwindigkeit bei Feldsprints. Ihre gesetzten Ziele konnte sie eindrucksvoll erreichen. 

Zwei weitere Schülerinnen hatten sich in ihrer Zwölftklassarbeit dem Tanz verschrieben: Während eine Schülerin erste Erfahrungen im klassischen Ballett sammelte, präsentierte eine andere die Ergebnisse ihrer Salsa-Kurse mit ihrem Tanzpartner bei mitreißenden mittelamerikanischen Rhythmen auf der Bühne. 

Sportlich fit musste auch ein Schüler sein, der viele Wochenenden und sogar die Sprachabschlussfahrt nach Spanien opferte, um das Ziel seiner Jahresarbeit zu erreichen, nämlich die Grundausbildung zum Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr erfolgreich abzuschließen. Nach zahlreichen Ausbildungsstunden, zwei theoretischen und zwei praktischen Prüfungen durfte er schließlich stolz die entsprechenden ersten Schulterklappen an seiner Uniform befestigen!  

Was der plötzliche, unfreiwillige Wegfall von Sport im Leben nach z.B. einer langwierigen Verletzung auch für psychische Auswirkungen haben kann, damit beschäftigte sich eine Schülerin bewundernswert offen und authentisch in ihrem Podcast „Stimmen nach dem Stillstand“, der den Austausch der eigenen Erfahrungen mit denen einer Leidensgenossin zum Inhalt hatte. 

Neben Sportlichem gab es unter den Jahresarbeiten auch kreative Themen: Eine Zwölftklässlerin erarbeitete sich ihre persönliche Kunstgeschichte, indem sie ausgewählte Stilrichtungen der Malerei praktisch erprobte. Anhand ihrer verschiedenen Bilder konnte sie dem Publikum am Präsentationstag dann die stilbildenden Elemente der einzelnen Epochen in der Malerei anschaulich vorstellen. Ein Schüler beschäftigte sich daheim und auf Reisen mit analoger Photographie, insbesondere im Bereich der Architektur, und stellte einige seiner gelungensten Werkproben vor. Zwei weitere Zwölftklässler betätigten sich derweil als Designer: Während der eine selbst einen Rock und eine Hose nach eigenem Entwurf schneiderte, machte die andere das Upcycling zu ihrem Thema und dabei aus Altem tragbare neue Mode, wie z.B. aus einem Bündel aussortierter Krawatten ein ausgefallenes Oberteil. 

Darüber hinaus gab es noch mehr handwerkliches und auch technisches Geschick zu bewundern: Da wurde vegan und glutenfrei gebacken und das Publikum freute sich über entsprechende „Arbeitsproben“, hier wurden Lautsprecher für‘s eigene Zimmer gebaut, um zukünftig bei optimalem Sound zu chillen. 

Ein Großprojekt war dagegen der Umbau sowie das Aufarbeiten eines Oldtimers: Bei einem alten Mercedes überholte ein Zwölftklässler zunächst den Motor mit seinen Zuleitungen, bevor er den Wagen mittels Einbaus neuer Federn tiefer legte, mit neuen Kotflügeln versah und schließlich komplett folierte. Und natürlich durfte eine entsprechende Musikanlage im Kofferraum nicht fehlen, bevor er mit dem Wagen das erste Mal auf der Straße cruiste…! 

Besonders die abschließende abendliche Bühnenshow bot dem Publikum die Möglichkeit, alle Projekte noch einmal humorvoll und kurzweilig Revue passieren zu lassen. Vielen Dank dafür! 

Herzlichen Glückwunsch allen Zwölftklässlerinnen und Zwölftklässlern zu euren gelungenen Jahresarbeiten! 

Stephanie Möller