WALDORFWÖRTERBUCH
Hier möchten wir Ihnen gerne ein paar Begriffe näher bringen, die vielleicht nicht in Ihrem
täglichen Sprachgebrauch auftauchen.Viel Spaß beim Stöbern und schauen Sie regelmäßig
vorbei: unser Wörterbuch wächst (gerne auch durch Ihre Anregungen).
Das ist ein Klassenzimmer, in dem unförmige Schultische und verletzungsträchtige Stühle ausgetauscht wurden zu Gunsten von leicht beweglichen, vielseitig verwendbaren Bänken und weichen Sitzkissen, auf denen es sich in allen möglichen Lagen sitzen, arbeiten und spielen lässt.
Eine Bewegungskunst, in der sowohl das Individuum als auch eine ganze Gruppe Sprache und Musik in Bewegung „übersetzt“. Die Vitalität und die Beweglichkeit werden hierdurch gefördert. Eurythmie ermöglicht einen anderen Zugang zu Texten, Kompositionen, zum persönlichen Ausdruck und zum eigenen Verständnis von sich selbst in der Welt.
Der Geländepflegetag findet zweimal im Jahr statt. Wir arbeiten gemeinsam in Haus und Hof, reparieren, pflanzen, jäten und bringen Ordnung in unser Schulgelände.
Zu Beginn jeden Schuljahres trifft sich die Schulgemeinschaft im Festsaal. Jeder Klassenlehrer oder Klassenbetreuer gibt seinen Schülern im Rahmen einer kurzen Erzählung einen Vorblick auf das kommende Schuljahr.
Die Waldorfpädagogik beruht auf der Erfahrung, dass die Entwicklung des Menschen in Siebenjahresrhythmen erfolgt. Das beeinflusst die Einteilung der Unter-, Mittel- und Oberstufe
Erarbeitung eines Schauspiels unter Einbeziehung aller Schüler einer Klasse (Kl 1 - 12 möglich) mit dem Ziel, individuelle Fähigkeiten der Schüler zu entdecken und zu fördern, u.a. Kreativität, Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz, eigenverantwortliches Handeln und Teamfähigkeit in einer funktionierenden Klassengemeinschaft.
Die Kunstreise findet an unserer Schule traditionell im Anschluss an die Architekturepoche der 12. Klasse statt. Durch praktisches und theoretisches Arbeiten werden die Kenntnisse an originalen Schauplätzen erweitert und vertieft. An unserer Schule gibt es zusätzlich die Variante, im Anschluss an die Kunstbetrachtungsepoche in der 11. Klasse die Schauplätze der Klassischen Moderne in Südfrankreich (Provence, Côte d´Azur) zu besuchen und die Motive von Van Gogh, Cézanne, Renoir, Picasso und Matisse vor Ort zu aquarellieren sowie die Kunstschätze und das unglaubliche Licht des französischen Südens kennen zu lernen und zu genießen.
Ursprünglich fand die Monatsfeier an den Waldorfschulen einmal im Monat statt, um der Schulgemeinschaft zu zeigen, was im Rhythmischen Teil der unterschiedlichen Klassen geübt wird. Diese Tradition lebt auch heute noch an unserer Schule. Wir haben drei Monatsfeiern an unserer Schule im Schulprogramm verankert, an Michaeli (Herbst), Fasching und Johanni (Sonnenwende, Juni).
Das ist der Teil (oder die Phase) eines jeden Hauptunterrichtes, in dem Lieder gesungen, musiziert, Koordinations- und Geschicklichkeitsübungen durchgeführt, an der Sprache und Artikulation gearbeitet wird oder auch Schauspielübungen gemacht werden.
Beliebter Pausenaufenthaltsort für Unterstufenschüler, hier darf legal geschubst werden – natürlich mit festen Regeln.
Am letzten Tag eines Schuljahres versammeln sich alle SchülerInnen und LehrerkollegInnen im Saal zu einer feierlichen Verabschiedung. Nach einem musikalischen Ausklang erhalten dann die SchülerInnen in ihren Klassenräumen ihre Zeugnisse.
Jedes Schuljahr beginnt an unserer Schule am ersten Tag mit einer feierlichen Eröffnung im Saal für die Klassen 2 bis 13. Neue SchülerInnen und LehrerkollegInnen werden begrüßt. Die neue erste Klasse wird einen Tag später aufgenommen. Jede Klasse erhält von ihrem Klassenlehrer/ihrer Klassenlehrerin oder Klassenbetreuer/Klassenbetreuerin eine persönliche Ansprache, in der bildhaft und informativ einige Unterrichtsinhalte und Herausforderungen des neuen Schuljahres dargestellt werden.
Stärken des Sprachgefühls durch gemeinsames Sprechen von dichterischen Texten und Ausbildung der Wahrnehmungsfähigkeit für Sprache als Laut und Klanggebilde.
In der 4. und 5. Klasse gibt es je eine Tierkundeepoche. Hierbei gehen wir von der Betrachtung des menschlichen Körpers aus und finden Ähnlichkeiten und Unterschiede bei den Tieren. Wichtig ist bei jeglicher Betrachtung, dass sie bildhaft bleibt und einen Einblick in das Wesen des Tieres ermöglicht.
Im Herbst um Michaeli gehen die Schüler der 3.Klasse aufs Feld pflügen, eggen und säen. Monatlich gehen die Kinder aufs Feld, beobachten das Wachstum des Getreides und arbeiten auf dem Bauernhof mit. Im Sommer wird das Getreide geerntet, gedroschen, gemahlen und am Ende zu Brot verbacken.
